best - Beratungsstelle für Hörgeschädigte

Wissenswertes für Arbeitgeber

Argumente für die Ausbildung bzw. Einstellung von Mitarbeitern mit einer Hörschädigung:

  • Menschen mit Hörschädigungen können Stresssituationen ebenso gut bewältigen wie hörende Menschen.
  • Konzentration und Daueraufmerksamkeit sind als positive Eignungsmerkmale bekannt.
  • Empirische Untersuchungen weisen darauf hin, dass gehörlose Menschen über ein höheres räumliches Vorstellungsvermögen verfügen als die Durchschnittsbevölkerung.
  • Visuelle Informationen werden von Menschen mit Hörbeeinträchtigung besser gespeichert als rein sprachliche.
  • Bildschirmarbeitsplätze stellen ideale Arbeitsplätze für schwerhörige und gehörlose Menschen dar, weil die Arbeitsaufgaben individuell angepasst werden.
  • Statistisch gesehen ist die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr bei Hörgeschädigten geringer als bei Hörenden.
  • Arbeitgeber erhalten beachtliche finanzielle Hilfen, wenn sie Ausbildungs- und Arbeitsplätze für hörgeschädigte Mitarbeiter schaffen oder behindertengerecht ausstatten.

Förderung der Ausbildung von Mitarbeitern mit Behinderung:

Mit einer Einstellung eines hörgeschädigten Auszubildenden erwirbt sich ein Betrieb nicht nur einen qualifizierten Mitarbeiter, sondern zugleich den Anspruch auf die öffentliche Förderung dieser Ausbildungsmaßnahme:

  • Die Ausbildungsvergütung kann bis zu 60%, in besonderen Fällen bis zu 80%, von der Arbeitsagentur erstattet werden.
  • Das Integrationsamt kann bis zu 100% der notwendigen Investitionskosten als Zuschuss oder Darlehen gewähren, wenn ein neuer Ausbildungsplatz geschaffen wird
  • Die behindertengerechte Einrichtung eines Ausbildungsplatzes kann bis zur vollen Höhe erstattet werden.
  • Ein Arbeitgeber kann den Ausbildungsplatz im Rahmen seiner Beschäftigungspflicht für schwerbehinderte Mitarbeiter zwei- bis dreifach zählen.

Um ein optimales Förderkonzept aufzustellen, ist es wichtig, dass die Leistungsträger vor Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags über das Vorhaben informiert werden. Bei der Herstellung der notwendigen Kontakte ist der Integrationsfachdienst für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung behilflich, der auch Sie bei Ihrer Antragstellung berät.

Hier eine Übersicht der Leistungen an den Arbeitgeber der Integrationsämter