Samuel-Heinicke-Fachoberschule

SHF 1+2

Was ist die SHF 1+2 ?

Die Samuel-Heinicke-FOS 1+2 (SHF 1+2) wird eingerichtet, wenn sich genügend Bewerber für diese spezielle Form der Vorklasse (10HV) finden.

Sie ist für Schüler mit mittlerem Schulabschluss von Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Hören aus Bayern konzipiert, deren Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch und Englisch von der zentralen Regelung abweichen kann. Außerdem werden Abgänger von Förderschulen aus anderen Bundesländern aufgenommen, um ihnen die Anpassung an das bayerische Schulsystem zu erleichtern.

Im Juli findet ein Einstufungstest in den Fächern Deutsch und Englisch als Orientierungshilfe für alle Schüler der künftigen Vorbereitungsklasse 10HV statt.

Insgesamt beträgt damit die Ausbildungsdauer bis zum Fachabitur drei Jahre:

  • ein Vorbereitungsjahr (10 HV) ohne fachpraktische Ausbildung mit der Zielsetzung Lücken zu schließen,
  • eine 11. Klasse, in der das Praktikum absolviert wird,
  • eine 12. Klasse, in der die Vorbereitung auf das Fachabitur erfolgt.

Die Probezeit endet am 15. Dezember des Vorbereitungsjahres.

Aus organisatorischen Gründen können keine Profilfächer der vier Ausbildungsrichtungen (Wirtschaft, Technik, Sozialwesen und Gestaltung) für die HV angeboten werden. Erst in der 11. und 12. Klasse werden die Schüler dann in die jeweilige Ausbildungsrichtung aufgenommen.

 

Wer wird in die SHF 1+2 aufgenommen?

  • Voraussetzung für die Aufnahme in die 10 HV ist ein Notendurchschnitt von 3,5 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch (FOBOSO §27).
  • Es werden Schüler mit (hochgradiger) Hörschädigung aufgenommen, für die auch mit technischen Hilfen eine auditive Sprachwahrnehmung nur erschwert möglich ist.
  • Erwartet werden eine Offenheit und Bereitschaft zur Verwendung von Gebärden, wobei Kompetenzen in der Deutschen Gebärdensprache nicht Voraussetzung sind.

 

Was ist besonders an der SHF 1+2 ?

  • Ziel der 3-jährigen Form ist eine intensive sprachliche Förderung für eine angemessene Teilnahme am beruflichen und gesellschaftlichen Leben.
  • Die Erweiterung des Wortschatzes ist fester Bestandteil des Unterrichts.
  • Die Unterrichtssprache ist Deutsch, da das Ziel der FOS die Studierfähigkeit ist, welche Sicherheit im Schriftdeutschen verlangt.
  • Die unterrichtliche Kommunikation wird unterstützt durch vermehrten Medieneinsatz und durch einen hohen Grad der Verschriftlichung sowie durch visuelle Wahrnehmungshilfen. Zu diesen zählen Gestik und Mimik, klar strukturierte Lehrersprache, langsame und deutliche Sprechbewegungen der Lehrer, die das Absehen erleichtern sollen, sowie lautsprachbegleitende Gebärden (LBG). Es werden Höranlagen verwendet.
  • Ein spezielles Methodenlernen erleichtert das eigenständige Arbeiten der Schüler.
  • Weitere Ziele sind die Förderung von Selbstverantwortung und Selbstfindung, auch durch Thematisierung der Erfahrungswelten der Gehörlosengemeinschaft, der Schwerhörigen und der Hörenden.