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Schulsozialarbeit an der Samuel-Heinicke-Realschule

Die Schulsozialarbeit hat grundsätzlich eine beratende und betreuende Funktion. Zur Zielgruppe der Schulsozialarbeit gehören SchülerInnen, Eltern sowie Lehrer.
Darüber hinaus übernimmt sie kompensatorische, komplementäre und kooperative Aufgaben:
  • Die Bewältigung von Problemen, zu deren Lösung Lehrer/innen oft nicht die nötige Zeit und Mittel haben oder nicht geeignet sind, da sie keine neutrale Position haben.
  • Neue Erfahrung in den Schulalltag einbringen (schulergänzende Funktion).
  • Die Kooperation nach innen mit der Schule, aber auch nach außen mit der Familie und dem Gemeinwesen.


Folgende Arbeitsfelder zählen zum Kern der Schulsozialarbeit:

  • Beratung und Einzelhilfe
  • Sozialpädagogische Gruppenarbeit und Projekte
  • Vernetzung und Gemeinwesenarbeit
  • Offene Freizeitangebote
  • Schulentwicklung und Innovation
  • Elternarbeit
  • Gewaltprävention
  • Begleitung im Übergang Schule-Beruf

 

Diese fest etablierten Projekte werden im Rahmen der Schulsozialarbeit an der SHR organisiert und durchgeführt:


EVA-Raum

Die "Eigenverantwortliche VerhaltensAenderung" (EVA) beruht auf der Trainingsraum-Methode, die auf klaren Regeln und Konsequenzen aufgebaut ist. Das Recht auf störungsfreien Unterricht für alle und gegenseitiger Respekt sind das Leitbild des EVA - Modells. Verstößt ein/e SchülerIn wiederholt gegen die Klassenregeln muss er/sie den EVAraum aufsuchen. Hier spricht er/sie mit dem Pädagogen in Ruhe über das Geschehene und erarbeitet einen Rückkehrplan, mit dem er/sie wieder in Klasse zurückkehren darf. So wird auf Unterrichtsstörungen nicht mit einem Verweis oder Nacharbeit reagiert, sondern der/die SchülerIn reflektiert sein/ihr Verhalten reflektiert, erkennt was zur Störung geführt hat und erarbeitet sich neue Verhaltensweisen. Der versäumte Unterrichtsstoff muss von dem/r SchülerIn selbstständig nachgeholt werden.
Ziel dieser Methode ist es, den lernbereiten Schülern einen entspannten, ungestörten und qualitativ guten Unterricht zu bieten und störenden Schülern die Möglichkeit zu geben, ihr Sozialverhalten nachhaltig zu verbessern und notwendige Schlüsselqualifikationen zu erwerben.



Mädchen Frauen Meine Tage (MFM) - Projekt

Unter dem Leitgedanken "Nur was ich schätze, kann ich schützen" ist es das Ziel des MFM - Projekts, Mädchen und Jungen, die am Anfang der Pubertät stehen, dabei zu unterstützen, einen positiven Zugang zu ihren körperlichen Veränderungen, zu Zyklusgeschehen und Fruchtbarkeit zu finden, um später verantwortlich und sorgsam damit umzugehen. Während die Jungen "Agenten auf dem Weg..." sind, erleben die Mädchen "die Zyklusshow" live mit.



Integrative Theatertage, Schulkino

Diese Projekte sind bereits in Zusammenarbeit mit der SchauBurg und dem City - Filmtheater entstanden. Hierbei sollten die Schüler mit Kultur in positiver Form konfrontiert werden, sich mit bestimmten, aktuellen Themen in einem anderen Rahmen wie den gewohnten Frontalunterricht / Leistungserbringung auseinandersetzen können und so Werte wie Vertrauen, Empathie, Zivilcourage etc. erfahren, über die sie in einem freien Raum sprechen konnten. Der Fokus ist auf die Integration und Interaktion von gehörlosen, schwerhörigen und guthörenden Schülern gerichtet. 



Schultheater

Das Schultheater der Landesschule kann auf eine lange, erfolgreiche Tradition zurückblicken. Unter Herrn Huter entstand an der SHR auch die Produktion "Peter Pan". Momentan ruht das Projekt, soll aber bald wieder "erwachen".
Denn Theater macht zum einen Spaß, aber es fördert und wirkt sich vor allem positiv auf das Selbstbewusstsein, das aktive Sprachvermögen, die soziale Kompetenz & emotionale Intelligenz, die Kreativität, die Körpersprache und die Interaktion zwischen gehörlosen, schwerhörigen und gut hörenden SchülerInnen aus.



Schullandheim Benediktbeuern & Erlebnispädagogik

Die Fahrt ins Schullandheim ist eine Begegnungsmaßnahme und wird seit 2008 erstmalig für alle 5. Klassen organisiert. Somit haben alle SchülerInnen gleich zu Beginn des Schuljahres die Möglichkeit, sich gegenseitig näher kennenzulernen.
Da es an unserer Schule guthörende, schwerhörige und gehörlose SchülerInnen gibt, wurde der Fokus stark auf die Integration gerichtet. Die Tage in Benediktbeuern sollen dazu dienen, die Gemeinschaft zu fördern, Kontaktschwierigkeiten und die Isolation v.a. hörgeschädigter Kinder abzubauen und ein Wir-Gefühl aufzubauen und dieses zu stärken. Durch erlebnispädagogische Einheiten und Kooperationsspiele können die Schüler direkt erfahren, was für eine Gemeinschaft wichtig ist und was jeder Einzelne dazu einbringen/beitragen muss. Da bei diesen Übungen das Ziel nur gemeinsam erreicht werden kann, kommt es darauf an, dass die Gruppe zusammen arbeitet und sich gegenseitig hilft. Die Kooperation und Kommunikation unter- und miteinander werden somit gefördert.

Soziales Lernen und Persönlichkeitsförderung stehen auch im Mittelpunkt des schulischen Erziehungsauftrages. Erlebnispädagogische Maßnahmen können die Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben begünstigen, soziale Kompetenzen verstärkt fördern und Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Initiative, eigenständiges, selbstverantwortliches Handeln und Arbeiten mit auf den Weg geben. Ganzheitliches Lernen in und von der Natur durch das gemeinsame Bewältigen von Problemen und Herausforderungen begünstigt eine soziale, verantwortungsbewusste Persönlichkeitsentwicklung.



Anti-Mobbing-Projekt

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass viele Schüler schon aufgrund ihrer Behinderung mit Mobbing-Erfahrung aus der Grundschule an die Realschule kommen und insofern ein erhöhtes Risiko herrscht, dass sie hier zu Tätern oder Opfern werden. Dem kann durch Prävention entgegengetreten werden!
Aus diesem Grund wurde in Zusammenarbeit mit der Schulpsychologin ein Programm erstellt, das mit allen Schülern der 5. Klassen und bei Bedarf auch (adaptiert) in den höheren Klassen durchgeführt wird.
Prinzip: Wir wollen mit dem Programm sowohl die Schüler für die Gefühle des Opfers sensibilisieren, als auch die oftmals unbeteiligten "Zuschauer" aktivieren, sich bei Mobbing zugunsten des Opfers einzumischen!
Dafür werden Übungen gemacht, in denen die Schüler versuchen sollen, selbstbewusst zur eigenen Meinung zu stehen, Übungen, die die Verschiedenheit von Meinungen zeigen und solche, bei denen Ausgrenzungstendenzen vorsichtig(!) nachgespielt werden. Schließlich soll ein Film alle zum Widerstand gegen Mobbing mobilisieren.



Zammgrauft & Sauba bleim

Beide Projekte wurden vom Präventions- und Opferschutzkommissariat der Münchner Polizei miterstellt und haben den Fokus auf die Gewalt-, Sucht- & Drogenprävention Jugendlicher gerichtet.
Während bei "Zammgrauft" die Bedeutung von Vertrauen, Gemeinschaft und Zivilcourage im spielerischen Rahmen verdeutlicht und Anti-Gewalt-Strategien aufgezeigt werden, ist das Ziel von "sauba bleim", Jugendliche für Probleme mit Sucht und Drogen zu sensibilisieren und sie dazu zu bewegen, sich aktiv mit diesen Themen auseinander zu setzen.

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Ansicht Klinik Ammermühle
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Elternbeirat
Der Elternbeirat der Samuel-Heinicke-Realschule München, Förderschwerpunkt Hören, ist als einziger seiner Art als gemeinnütziger Verein organisiert. weiter